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INTRO



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Kunst machen heißt für mich „gegenwärtig“ und zugleich „verbunden und aufgehoben“ zu sein in einer größeren Zeit und einem größeren Ort. Dabei muß das Kunstwerk selber physisch nicht groß sein.
Auch der Titel dieser Website: „for a long Time short“, steht dafür die Welt in der „großen Zeit“, im „großen Raum“ ungebunden zu erleben und zugleich gegenteilig, – im kleinen, gegenwärtig im hier und jetzt, an Zeit und Ort gebunden. Er steht auch für extreme Einschnitte, die oft eine lange Zeit, wenn nicht gar ein ganzes Leben lang, das aktuelle „hier und jetzt“ überlagern und manchmal auch bestimmen können, je nachdem, als Licht oder als Schatten. Auch davon ein Zeugnis abzulegen und dadurch Lebensenergie wieder zurückzugewinnen, das vermag für mich die Kunst.
„Kunst, das ist der Mensch“, sagt Vincent van Gogh und ich stimme ihm nicht nur darin zu.
Was meine Arbeiten betrifft, so vereinen sie gegensätzliche diverse Aspekte: Expressive und ruhige, erlebte und erdachte, illusionistische und abstrakte, aufgelöste und strukturierte, konkrete und der Malerei selbst inhärente, auf sinnlicheer Wahrnehmung beruhende und intellektuelle.
In ihnen drückt sich mein Erleben
und meine Sicht auf die Welt aus… und wie diese auf mich zurückwirkt. Sie sind Aktion, Innehalten und Reaktion, stehen für Subjekt und Objekt, in einer Sprache, nicht „über die“, sondern vielmehr „parallel zur“ Welt*, um Paul Cezanne zu zitieren. Im Kontakt mit dieser und aus dem heraus, was man vielleicht das Wesen der Malerei nennen könnte (also weniger aus begrifflichem Denken), mache ich meine Bilder. Es handelt sich dabei um wechselseitig sich bedingendeVorgänge im Inneren wie im Äußeren.
Da Erfahrungen nicht nur durch den Sehsinn gemacht werden, sondern oft auch zeitlich versetzt, sozusagen historisch, von innen (nach-)wirken, bedarf es eines Umwandlungsprozesses. Unsere Erfahrungen wenden sich oft an all unsere Sinne und wir machen sie auch durch diese. Sie registrieren etwas und haben damit eine Art Brückenfunktion zu einer oft schwer faßbaren und begreifbaren Welt.
Kunst kann ein Weg, ein Versuch sein, einen Zipfel dieses Unfassbaren doch zu erfassen und sprechen zu lassen, über Umwege, Zerlegungen, Desorientierungen und wieder zurück. Oder, vielleicht im besten Fall, auch ganz direkt und selbstverständlich hin zu einer „Form“.
Seit meiner Kindheit bin ich durch meinen Vater mit Kunst und Volkskunst, besonders des Alpenraumes aber neben anderem z. B. auch mit der Bildwelt Paul Cezanne´s in Berührung gekommen. Im Winter malten wir damals oft Hinterglasbilder in der Werkstatt, im Sommer Aquarelle in der freien Natur.
Später spielten andere Einflüsse eine Rolle:
Rudi Tröger z. B., bei dem ich studierte und dem ich einige, zu meinen damaligen, verschiedene Blickwinkel verdanke und der einen darüber hinaus in Ruhe ließ. Mein Interesse galt vor allem Malern die nicht typische Vertreter eines bestimmten „-ismus“ waren, sondern eher an Übergangsphasen produktiv waren und in meinen Augen einen komplexen Sinn für Realität integrierten: Soutine, Ensor, Munch, aber auch Leibl waren z. B. Leute die mich interessierten, auch weil sie weit über eine rein selbstbezogene expressive Geste hinausgingen. Später, in London, lernte ich A. R. Penck kennen und schätzen.
Ein frühes Aquarell und Hinterglasbilder aus meiner Kindheit, sowie einige Aquarelle und Hinterglasbilder meines Vaters und ein Bild A.R. Penck´s, das er mir schenkte, befinden sich am Ende des Sliders auf der nächsten Seite.
Die jeweiligen Audio-Dateien im Fußbereich einiger Seiten sind nicht direkter Teil meiner künstlerischen Konzeption. Es ist eher eine, wenn auch gezielt ausgewählte Spielerei, sind kleine Vorlieben für eine bestimmte, unaufgeregte Gestimmtheit, so z. B. zu finden in den Stücken
Townes van Zandt´s, die die unsinnliche Erlebnisweise, die der Bildschirm vorgibt, bereichern. Wen es stört: bitte einfach ausschalten. Beim betrachten meiner Originale ist eine solche Zusatz-Ebene nicht notwendig. Genauso braucht die Musik natürlich auch nicht meine Bilder. Beides ist autonom, kann sich aber positiv ergänzen, wie z. B. bei der Improvisation von Masako Ohta zu einigen meiner Bilder.
Eine betont intellektualisierte Kunst entspricht mir nicht. Nicht weil mich das „Intellektuelle“ nicht interessiert. Aber die sinnliche Wahrnehmung ist für mich die stärkere Kraftquelle und die direktere Verbindung zwischen Welt Werk und mir selbst. Man könnte auch sagen: Ich versuche dem lieben Gott oder vielleicht auch einfach nur der Welt auf halbem Weg entgegenzugehen. Wenn wir uns treffen kann etwas entstehen.

* Abwandlung des Paul Cezanne-Zitates;
„Ich bedauere, daß wir nicht Hand in Hand (er meint hier die Natur) gehen können… “

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Kunst machen heißt für mich „gegenwärtig“ und zugleich „verbunden und aufgehoben“ zu sein in einer größeren Zeit und einem größeren Ort. Dabei muß das Kunstwerk selber physisch nicht groß sein.
Auch der Titel dieser Website: „for a long Time short“, steht dafür die Welt in der „großen Zeit“, im „großen Raum“ ungebunden zu erleben und zugleich gegenteilig, – im kleinen, gegenwärtig im hier und jetzt, an Zeit und Ort gebunden. Er steht auch für extreme Einschnitte, die oft eine lange Zeit, wenn nicht gar ein ganzes Leben lang, das aktuelle „hier und jetzt“ überlagern und manchmal auch bestimmen können, je nachdem, als Licht oder als Schatten. Auch davon ein Zeugnis abzulegen und dadurch Lebensenergie wieder zurückzugewinnen, das vermag für mich die Kunst.
„Kunst, das ist der Mensch“, sagt Vincent van Gogh und ich stimme ihm nicht nur darin zu.
Was meine Arbeiten betrifft, so vereinen sie gegensätzliche diverse Aspekte: Expressive und ruhige, erlebte und erdachte, illusionistische und abstrakte, aufgelöste und strukturierte, konkrete und der Malerei selbst inhärente, auf sinnlicheer Wahrnehmung beruhende und intellektuelle.
In ihnen drückt sich mein Erleben
und meine Sicht auf die Welt aus… und wie diese auf mich zurückwirkt. Sie sind Aktion, Innehalten und Reaktion, stehen für Subjekt und Objekt, in einer Sprache, nicht „über die“, sondern vielmehr „parallel zur“ Welt*, um Paul Cezanne zu zitieren. Im Kontakt mit dieser und aus dem heraus, was man vielleicht das Wesen der Malerei nennen könnte (also weniger aus begrifflichem Denken), mache ich meine Bilder. Es handelt sich dabei um wechselseitig sich bedingendeVorgänge im Inneren wie im Äußeren.
Da Erfahrungen nicht nur durch den Sehsinn gemacht werden, sondern oft auch zeitlich versetzt, sozusagen historisch, von innen (nach-)wirken, bedarf es eines Umwandlungsprozesses. Unsere Erfahrungen wenden sich oft an all unsere Sinne und wir machen sie auch durch diese. Sie registrieren etwas und haben damit eine Art Brückenfunktion zu einer oft schwer faßbaren und begreifbaren Welt.
Kunst kann ein Weg, ein Versuch sein, einen Zipfel dieses Unfassbaren doch zu erfassen und sprechen zu lassen, über Umwege, Zerlegungen, Desorientierungen und wieder zurück. Oder, vielleicht im besten Fall, auch ganz direkt und selbstverständlich hin zu einer „Form“.
Seit meiner Kindheit bin ich durch meinen Vater mit Kunst und Volkskunst, besonders des Alpenraumes aber neben anderem z. B. auch mit der Bildwelt Paul Cezanne´s in Berührung gekommen. Im Winter malten wir damals oft Hinterglasbilder in der Werkstatt, im Sommer Aquarelle in der freien Natur.
Später spielten andere Einflüsse eine Rolle:
Rudi Tröger z. B., bei dem ich studierte und dem ich einige, zu meinen damaligen, verschiedene Blickwinkel verdanke und der einen darüber hinaus in Ruhe ließ. Mein Interesse galt vor allem Malern die nicht typische Vertreter eines bestimmten „-ismus“ waren, sondern eher an Übergangsphasen produktiv waren und in meinen Augen einen komplexen Sinn für Realität integrierten: Soutine, Ensor, Munch, aber auch Leibl waren z. B. Leute die mich interessierten, auch weil sie weit über eine rein selbstbezogene expressive Geste hinausgingen. Später, in London, lernte ich A. R. Penck kennen und schätzen.
Ein frühes Aquarell und Hinterglasbilder aus meiner Kindheit, sowie einige Aquarelle und Hinterglasbilder meines Vaters und ein Bild A.R. Penck´s, das er mir schenkte, befinden sich am Ende des Sliders auf der nächsten Seite.
Die jeweiligen Audio-Dateien im Fußbereich einiger Seiten sind nicht direkter Teil meiner künstlerischen Konzeption. Es ist eher eine, wenn auch gezielt ausgewählte Spielerei, sind kleine Vorlieben für eine bestimmte, unaufgeregte Gestimmtheit, so z. B. zu finden in den Stücken
Townes van Zandt´s, die die unsinnliche Erlebnisweise, die der Bildschirm vorgibt, bereichern. Wen es stört: bitte einfach ausschalten. Beim betrachten meiner Originale ist eine solche Zusatz-Ebene nicht notwendig. Genauso braucht die Musik natürlich auch nicht meine Bilder. Beides ist autonom, kann sich aber positiv ergänzen, wie z. B. bei der Improvisation von Masako Ohta zu einigen meiner Bilder.
Eine betont intellektualisierte Kunst entspricht mir nicht. Nicht weil mich das „Intellektuelle“ nicht interessiert. Aber die sinnliche Wahrnehmung ist für mich die stärkere Kraftquelle und die direktere Verbindung zwischen Welt Werk und mir selbst. Man könnte auch sagen: Ich versuche dem lieben Gott oder vielleicht auch einfach nur der Welt auf halbem Weg entgegenzugehen. Wenn wir uns treffen kann etwas entstehen.

* Abwandlung eines Paul Cezanne-Zitates; „Ich bedauere daß wir nicht Hand in Hand gehen können… …parallel zur Natur…“

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CHRISTOPH SCHNEIDER